Pädagogische Ausrichtung

Die im Ortskern von Ober Rosbach gelegene Kindertagesstätte „Brüder Grimm" wurde bereits im Jahr 1972 ihrer Bestimmung übergeben. Der Zeitraum von der Eröffnung bis heute brachte für die Einrichtung zahlreiche neue bauliche und konzeptionelle Entwicklungen mit sich, um den sich ebenfalls veränderten Bedürfnissen von Eltern und Kindern gerecht zu werden.

Aus dem ursprünglichen „Halbtags - Kindergarten" wurde die „Kindertagesstätte", welche durchgehend von 7:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet hat und in der bis zu 100 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren von elf pädagogischen Fachkräften betreut werden.

Die Leitung der Einrichtung ist befasst mit allen Verwaltungsaufgaben, der Personalführung und ist verantwortlich für das pädagogische Gesamtkonzept des Hauses.

Vier Hausangestellte kümmern sich um die anfallenden Reinigungsarbeiten, während die Mitarbeiter/innen des städtischen Bauhofs für die Sicherheit und Wartung der Spielgeräte und der Einrichtung des Hauses zuständig sind.

Basis aller pädagogischen Überlegungen ist der sogenannte „Lebensbezogene Ansatz", der sich an den aktuellen Interessen der Kinder orientiert und diese zur Grundlage der gemeinsamen Gestaltung des Kindergartenalltags werden lässt.

So können sie ihre Fähigkeiten und Begabungen in sozialer, emotionaler, motorischer und kognitiver Hinsicht entwickeln. Entsprechend ist ein wesentliches Ziel der pädagogischen Beschäftigung im Kindergarten der Aufbau eines positiven Selbstwertgefühls.

In der Kindertagesstätte stehen Bildung und Erziehung, sowie Spiel und Spaß in ausgewogenem Verhältnis.

Individuelle Förderung, Bildung, Kreativität, soziales Lernen und Bewegung sind wesentliche Inhalte der Kinderbeschäftigung.

Die Einrichtung bietet allen gleiche Entwicklungs- und Lernchancen und lässt die kleinen Besucher eigenverantwortlich an der Gestaltung des gemeinsamen Tagesablaufs mitwirken.

Die „geöffneten Stammgruppen", die mit jeweils zwei Erzieher/innen besetzt sind und durch verschiedenartige Kleingruppenangebote erweitert werden, erschließen den Kindern vielfältige Erfahrungsspielräume.

Nach dem Empfang in ihren Gruppen, den „Dinos", „Bären", „Raupen" oder „Pinguinen" dürfen die Kinder in der Zeit von 9:00 Uhr bis 11:00 Uhr entscheiden, wie sie ihren Vormittag gestalten möchten.

Für sie besteht die Möglichkeit, an gruppenübergreifenden Angeboten teilzunehmen, Freunde in anderen Räumen zu besuchen, sich mit Kindern in den Spiel-, Bau- und Funktionsecken zu treffen und bei gutem Wetter den wunderschönen Spielplatz mit Freigelände zum Klettern, Rutschen, Bewegen und vielem mehr zu benutzen.

Gezielte Kleingruppenarbeit wird im Vorschulraum, Bewegungsraum oder in der „Entdecker - Werkstatt" angeboten.

In der „blauen Frühstücksecke" des großen Spielflures treffen sich die Kinder zur gemütlichen Zwischenmahlzeit am Vor- und am Nachmittag.

Täglich um ca. 11:00 Uhr kommen die Kinder wieder in ihren eigenen Gruppenräumen zusammen, um den Vormittag mit gruppenspezifischen Aktivitäten ausklingen zu lassen.

Während die Halbtagskinder zwischen 11:30 Uhr und 13:00 Uhr abgeholt werden, beginnt für die „14:00-Uhr bis 17:00-Uhr-Kinder" das gemeinsame Mittagessen, welches in ruhiger und freundlicher Atmosphäre in den jeweiligen Gruppenräumen eingenommen wird.

Die etwa 80 Essenskinder werden täglich mit frisch zubereitetem Mittagstisch der „FAB" (Frauen Arbeit Bildung) Wetterau versorgt.

Auf Wunsch werden vegetarische oder moslemische Mahlzeiten gereicht. Im Einzelfall gibt es auch Spezialessen für Allergiker oder Kinder mit Lebensmittelunverträglichkeiten.

Auch Kinder, die in dringenden Notfällen nur an einzelnen Tagen mitessen oder eine längere Betreuungszeit in Anspruch nehmen sind ganz herzlich willkommen. Dafür sorgt ein flexibles Zukauf-Bonsystem.

Danach wird auch am Nachmittag mit Freude gespielt, gesungen, gebastelt, geturnt, vorgelesen und vieles mehr.

In allen Kindergruppen finden regelmäßig Turntage, Kochaktionen, Wald- und Wiesentage, Geburtstagsfeiern und besondere Ausflüge statt.

Unsere Vorlesepatin Frau Jutta Gerland kommt regelmäßig freitags, um den Kindern spannende Geschichten und zauberhafte Märchen vorzulesen.

Die große „Sporthalle Eisenkrain" ist zweimal wöchentlich für die Kindergartenkinder reserviert, die gemeinsam mit ihren Erzieher/innen das besondere Sport- und Bewegungsprogramm genießen.

Um den Kindern einen Zugang zur Natutr und zum "Draußen sein" zu ermöglichen und ihren Bewerungsdrang auszuleben, findet einmal im Monat ein gruppenübergreifender Waldtag statt. Die Kinder verbringen mit wandern, klettern und balancieren einen spannenden und abwechslungsreichen Vormittag im Wald.

Der altersgemischte Kinderchor „Die Sternenfänger" trifft sich wöchentlich zum gemeinsamen Singen und Proben der öffentlichen Auftritte.

Die örtliche Zahnarztpraxis Dr. Anna Radtke hat ihre "Patenschaft" angeboten und wird gerne besucht, ebenso wie viele Rosbacher Gewerbebetriebe.

Als Angebot für die älteren Kindergartenkinder hat sich die Projektarbeit im Vorschulbereich etabliert, die für die zukünftigen Schüler/innen ebenso wie die ergänzenden „Spiel- und Lernstunden" zahlreiche spannende Anregungen bieten und den Wechsel vom Kindergarten zur Schule erleichtern soll.

Dazu hat jedes Vorschulkind die Möglichkeit seinen persönlichen „Computerführerschein" zu erwerben. Zwei Mitarbeiterinnen nehmen entsprechend an besonderen Qualifizierungsmaßnahmen im PC-Bereich teil. Der Einsatz der modernen Technik eröffnet spannende neue Wege bspw. zum kreativen Dokumentieren von Aktionen im Kindergartenalltag.

Die Rosbacher Feuerwehr übernimmt im vorschulischen Bereich mit großem Engagement die „Brandschutzerziehung" für „Kleine und Große Leute".

Auch die „Wald- und Naturtage" in Zusammenarbeit mit der Försterin und die Pflanzprojekte mit dem örtlichen Obst- und Gartenbauverein sind bei den Vorschulkindern sehr beliebt.

Höhepunkt der Vorschulzeit ist ein feierliches Abschiedsfest, an dem auch die Familien und Freunde der Kinder als Gäste begrüßt werden.

Zahlreiche spannende Ausflüge mit Autos oder Bus ergänzen das Programmangebot des Kindergartens.

Seit Anfang 1992 werden gerne bis zu vier Integrationskinder in den vier altersgemischten Gruppen aufgenommen. An der spezifischen Einzelförderung bzw. Intensivbegleitung in Klein(st)-Gruppen nehmen behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam teil.

Für diese besonderen Fördermaßnahmen werden im Einzelfall geeignete pädagogische Mitarbeiter/innen eingestellt. Therapeuten/innen besuchen gerne unterstützend die Einrichtung.

Seit Sommer 2002 nimmt die Kita „Brüder Grimm" am „Landesprogramm Deutschförderung bei Kindern im Kindergartenalter" teil.

In Zusammenarbeit mit einer Lehrerin der örtlichen Schule, die für die so genannten „Vorlaufkurse zur Sprachförderung" zuständig ist, soll die Förderung der Sprachkompetenz bereits frühzeitig im Elementarbereich als zusätzliches „Integrationsangebot" für die Kinder mit Migrationshintergrund ohne ausreichende Deutschkenntnisse einsetzen.

Ergänzend ist die Kita im Rahmen des „KISS" (Kindersprachscreening) Projektes im Bereich Spracherziehung aktiv. Geleitet wird dieses Zusatzangebot von einer Mitarbeiterin, die an mehreren Qualifizierungsmaßnahmen zum Thema Sprachförderung teilgenommen hat.

Die Reflexion der Arbeit im Mitarbeiter/innen - Team, sowie die Weiterentwicklung innovativer Inhalte durch Fortbildungsveranstaltungen ist für die pädagogische Qualitätssicherung besonders bedeutsam.

Nachdem die Kita bereits seit dem Jahre 2000 an einer Weiterbildungsmaßnahme zur „Qualitätsentwicklung im vorschulischen Bereich" teilgenommen hatte (Zusammenarbeit mit dem „Kronberger Kreis für Qualitätsentwicklung") wurden in den vergangenen Jahren stabile Qualitätsstandards entwickelt.

Thematische Schwerpunkte der theoretischen Arbeit im Team sind neben den bereits genannten u.a. die Auseinandersetzung mit dem „Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan" im Kindergarten, sowie Bewegungserziehung und Sprachförderung.

Praktikanten/innen erzieherischer Berufe werden dabei gerne mit einbezogen.

Eine Erzieherin der Kita „Brüder Grimm" absolvierte eine Zusatzausbildung beim Wetteraukreis zur „Ausbildungsbeauftragten".

Die Begleitung und Qualifizierung junger Menschen für den Erzieher/innenberuf ist so zu einem weiteren Schwerpunkt der vielseitigen Arbeit in der Einrichtung geworden.

Alle Erzieher/innen nehmen regelmäßig an „Erste-Hilfe-Kursen" der Johanniter Unfall Hilfe oder des Deutschen Roten Kreuzes teil.

Die Eltern der Kinder sind herzlich eingeladen, an Elterntreffen und Elternabenden, sowie an der Organisation von Festen und Feiern teilzunehmen.

Im Rahmen von Einzelgesprächen findet ein regelmäßiger Austausch zwischen Eltern und Erzieher/innen betreffend die Entwicklung der einzelnen Kinder statt.

Die monatlichen Elternbeiratssitzungen und die gemeinsame „Konzeptionsentwicklung" dienen einem kontinuierlichen Informationsfluss bezüglich der verschiedenen Angelegenheiten und Themen in und im Umfeld der Institution.

Kreativ begabte Eltern nehmen gerne an Werk- und Bastelnachmittagen teil, die zu bestimmten Anlässen stattfinden.

Die Zusammenarbeit mit vielen anderen Institutionen wie: Schulen, Jugendamt, Frühförderstelle, Stiftungen, Arztpraxen, Beratungsstellen für Eltern und Kinder, Johanniter, DRK, Fortbildungsträgern, Berufsverbänden wie VERDI und GEW, Sportvereine, Kirchen u.v.a., sowie ein regelmäßiger informeller Austausch mit den anderen Rosbacher Kinderbetreuungseinrichtungen, ist von den Aufgabenbereichen der Mitarbeiter/innen nicht mehr wegzudenken.

Interessierte Rosbacher Familien, die sich über den Kindergarten und/oder das Aufnahmeverfahren informieren möchten, sind in der Kindertagesstätte „Brüder Grimm" jederzeit herzlich willkommen.

Als Ansprechpartnerin hierfür steht Ihnen Frau Jessica Träger (Leitung) gerne zur Verfügung.